Sous-vide-Garen verspricht perfekte Garergebnisse durch präzise Temperaturkontrolle. Professionelle Geräte sind jedoch kostspielig. Ein Einstiegsmodell liegt bei 80 Euro, hochwertige Versionen bei 200 bis 300 Euro. Für Hobbyköche, die nur gelegentlich diese Technik nutzen, existiert eine einfachere Lösung mit Dingen, die meist schon vorhanden sind.

Was Sie wirklich brauchen

Ein großer Topf, ein digitales Thermometer mit Alarmfunktion und Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss genügen für den Einstieg. Das Thermometer kostet etwa 15 Euro und ist auch für andere Küchentechniken nützlich. Gefrierbeutel in Lebensmittelqualität haben Sie vermutlich bereits. Wichtig ist nur, dass die Beutel hitzebeständig bis mindestens 90 Grad sind.

Die Technik Schritt für Schritt

Füllen Sie den Topf zu drei Vierteln mit Wasser und erhitzen Sie es auf die gewünschte Gartemperatur. Für Rindersteaks sind das 56 Grad für medium rare, für Hühnerbrust 63 Grad. Legen Sie das gewürzte Fleisch oder Gemüse in den Beutel und verschließen Sie ihn fast vollständig. Senken Sie den Beutel langsam ins Wasser, sodass der Wasserdruck die Luft hinausdrückt. Verschließen Sie den Beutel komplett, kurz bevor er eintaucht. Befestigen Sie das Thermometer am Topfrand, sodass der Fühler im Wasser hängt.

Temperatur halten ohne Automatik

Stellen Sie den Herd auf die niedrigste Stufe. Prüfen Sie alle 15 Minuten die Temperatur und justieren Sie die Herdplatte entsprechend. Bei einem gut isolierten Topf schwankt die Temperatur nur um 2 bis 3 Grad. Ein Steak von 200 Gramm braucht 45 bis 60 Minuten, Hähnchenbrust etwa 75 Minuten. Nach dem Garen das Fleisch kurz in einer heißen Pfanne anbraten, um Röstaromen zu entwickeln. Diese Methode erfordert etwas Aufmerksamkeit, spart aber die Anschaffung eines Spezialgeräts.