Stumpfe Messer sind nicht nur gefährlich, sondern machen das Kochen zur Qual. Wer seine Messer regelmäßig zum Schleifer bringt, zahlt pro Messer zwischen 8 und 15 Euro. Bei einem Satz von sechs Messern und vier Besuchen im Jahr summiert sich das auf 200 bis 360 Euro. Die Alternative ist simpel: Messer selbst schärfen.

Wetzstahl oder Schleifstein

Der Wetzstahl eignet sich ausschließlich zum Abziehen, nicht zum eigentlichen Schärfen. Er richtet die Schneide auf, entfernt aber kein Material. Ein Kombi-Schleifstein mit Körnung 1000 und 3000 kostet einmalig etwa 30 Euro und hält Jahre. Die grobe Seite formt die Schneide neu, die feine poliert sie. Vor dem Schleifen den Stein zehn Minuten in Wasser legen.

Der Schleifvorgang in vier Schritten

Das Messer wird in einem Winkel von 15 bis 20 Grad über den Stein gezogen. Beginnen Sie mit der groben Körnung. Führen Sie das Messer mit leichtem Druck vom Griff zur Spitze über den Stein. Wiederholen Sie diese Bewegung acht bis zwölf Mal pro Seite. Wechseln Sie zur feinen Körnung und wiederholen Sie den Vorgang mit sechs bis acht Zügen pro Seite. Spülen Sie das Messer ab und prüfen Sie die Schärfe an einem Blatt Papier.

Häufigkeit und Pflege

Hochwertige Kochmesser benötigen bei normaler Nutzung alle vier bis sechs Wochen eine Behandlung am Schleifstein. Zwischen den Schleifvorgängen genügt der Wetzstahl nach jedem dritten Einsatz. Schneiden Sie niemals auf Glas, Stein oder Metall. Ein Holzbrett schont die Schneide und verlängert die Intervalle. Wer diese Routine etabliert, spart nicht nur Geld, sondern arbeitet stets mit perfekt geschliffenem Werkzeug.